Obwohl sie offiziell immer noch als Tabuthema gehandhabt wird, sind Potenzprobleme weitaus verbreiteter, als die meist verunsicherten Betroffenen zunächst vermuten würden. So unterschiedlich wie die Ausprägungen der Erektionsstörungen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Ursachen.
In vielen Fällen liegen die Ursachen für Potenzstörungen in verschiedenen gesundheitlichen Faktoren. Neben einer dauerhaft ungesunden Ernährung, die zu Vitaminmangel führen kann, ist es vor allem auch das übermäßige Konsumieren von Alkohol und Nikotin, das die körperliche Manneskraft negativ beeinflusst. Ebenso wie durch die Nahrung aufgenommenes Fett kann auch Nikotin zu Gefäßverengungen führen, was wiederum Durchblutungsstörungen verursacht.
Eine der wohl häufigsten Ursachen für Potenzstörungen jedoch sind genau dort zu finden, wo Sexualität hautsächlich stattfindet. Denn viele vergessen, dass körperliche Funktionen in erheblichen Maße durch die seelische und psychische Verfassung eines Menschen beeinflusst wird. Stress, allgemeine Unzufriedenheit mit der eigenen Lebenssituation sowie Probleme im Job oder der Partnerschaft sind also die Hauptverursacher von Potenzproblemen.
Dabei geraten viele Männer schnell in einen verheerenden Teufelskreis. Durch Probleme, die die eigenen mentale Verfassung belasten wird die temporäre Impotenz bedingt, die dann wiederum zu einem noch größeren psychischen Druck führt. So wird die eigene Versagensangst geschürt und Betroffene sind einem erheblichen Leidensdruck ausgesetzt.
Während viele dies als letztes Warnsignal ihrer belasteten Psyche verstehen und psychologische Hilfe zu Rate ziehen, ziehen andere pflanzlichen und chemischen Hilfsmittel vor, die oft auch allein durch den Placeboeffekt zum Ende des Problems führen.
Organische Ursachen Potenzstörungen
- Bluthochdruck
- Erhöhte Blutfett und Cholesterinwerte
- Arterienverkalkung
- Zuckerkrankheit
- Operationen und Bestrahlungen im kleinen Becken: an Prostata, Darm, Blase; Leistenbruchoperation
- Neurologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose [MS], Morbus Parkinson)
- Verletzungen an der Wirbelsäule oder dem Becken
- Bandscheibenvorfall
- Schilddrüsenunterfunktion und Schilddrüsenüberfunktion
- Übergewicht
- Leber- und Nierenleiden
- Schlafapnoe
- Rauchen
- Alkohol
- Drogen
Psychische Ursachen Potenzstörungen
- Partnerschaft
o Mangel an Nähe und Kontakt, nicht genügend Zeit füreinander, keine gemeinsamen Aktivitäten
o Fehlende oder unzureichende Kommunikation über die eigenen Gefühle
o Streit
o Unterschiedlicher Heirats- oder Kinderwunsch
o Probleme durch Krankheit eines Partners
o Unzufriedenheit mit der Aufgabenverteilung
o Routine, Langeweile und festgefahrene Rituale überwiegen
o Zuneigung lässt nach
o Eifersucht, außereheliche Beziehungen
- Stress, Angst um den Arbeitsplatz, Mobbing, finanzielle Probleme
- Versagensängste, unrealistische Erwartungen, sexuelle Unerfahrenheit, Schwierigkeiten am Anfang einer neuen Beziehung
- Depressionen
- Traumatische sexuelle Erfahrungen
- Ungeklärte sexuelle Orientierung